Organisches Wachstum ohne nennenswerte Fluktuation ist ein wesentliches Merkmal der BLS Rechtsanwälte am spektakulären Standort Kärntner Straße, Wien. Neben dem Schwerpunkt Wirtschaftsrecht bekennt man sich zu universeller Expertise und Internationalität.
AA: Wenn man in diese Kanzlei kommt, ist der erste Eindruck: viele Menschen und junge Menschen, Herr Dr. Schubert…
Dr. Schubert: Ich habe meine anwaltliche Tätigkeit in dieser Kanzlei bereits im Jahre 1987 begonnen. 1993 wurde ich selbstständig und 1994 Partner. Der übrige Partnerstamm resultiert aus ehemaligen Mitarbeitern, die herangewachsen sind. Das Kernpersonal sieht jung aus, weil wir uns um deren Wohlergehen kümmern, doch sind die meisten von uns bereits lange in der Kanzlei, unsere Kanzleileiterin beispielsweise schon bald 35 Jahre. Diese Zusammenarbeit über lange Zeiträume gewährleistet, dass man sich blind versteht. Das kommt natürlich den Klienten zugute.
AA: Herr Dr. Boller, Sie sind genetisch mit der Gründergeneration der Kanzlei verbunden. Hatten die Gründer bereits eine inhaltliche Ausrichtung für die Kanzlei?
Dr. Boller: Wie die Kanzlei in ihrer jetzigen Form besteht, konnten sich die Gründer natürlich nicht vorstellen. Aufgrund dynamischen Wachstums sind wir derzeit bereits 40 Mitarbeiter. Vor 10 Jahren waren wir etwa halb so groß. Bereits die Gründer richteten die Kanzlei schwerpunktmäßig auf Wirtschafts-, Gesellschafts- und Schadenersatzrecht aus. Ihre Intention war nachhaltige, persönliche Klientenbetreuung in allen Rechtsproblemen. Das ist trotz zunehmender Spezialisierung nach wie vor unsere Kanzleiphilosophie.
AA: Ist es richtig, „BLS Rechtsanwälte” als „Wirtschaftskanzlei”
zu bezeichnen, Herr Magister Szyszkowitz?
Mag. Szyszkowitz: Dies ist zum größten Teil richtig. Wir konzentrieren uns darauf, Unternehmen in allen wirtschaftlichen Belangen mit Rechtsbezug zu vertreten.
Es gibt aber natürlich auch Bereiche, in denen private Rechtsfragen zu behandeln sind, etwa wenn es um die Verfolgung von Ersatzansprüchen aus Unfällen oder ärztlichen Kunstfehlern geht.
AA: Herr Magister Scheuba, wenn man hier in der Kärntner Straße mitten im anwaltlichen Hotspot der Bundeshauptstadt sitzt, wie differenziert man sich vom Wettbewerb?
Mag. Scheuba: Es ist derzeit sehr viel die Rede davon, dass man in Richtung Spezialisierung geht. Wir haben alle unsere Spezialgebiete, wie etwa in meinem Fall zum Beispiel das Versicherungsrecht, sind aber dennoch der Meinung, dass eine breite Aufstellung für unsere Klienten ganz wichtig ist.
Wie kann man etwa einen Vertrag erstellen ohne die Auswirkungen einzelner Klauseln im realen Streitfall erlebt und durchexerziert zu haben?
Wohl deshalb haben wir den INTL Global Award in der Kategorie Full Service Law Firm of the Year gewonnen, übrigens zum zweiten Mal hintereinander. Das ist für uns schon ein Abbild, dass umfassende Betreuung stark nachgefragt ist.
AA: Herr Dr. Schubert, Sie sind durch Österreichs spektakulärste Strafverfahren überdurchschnittlich bekannt geworden. Was ist das für ein Gefühl?
Dr. Schubert: Mein Bekanntheitsgrad stammt bereits aus der Zeit des Kaprunverfahrens.
Hier konnte ich im Strafverfahren fünf Beschuldigte vertreten und in über 100 Zivilprozessen die Vertretung eines Unternehmens wahrnehmen. Mir liegt diese Verbindung aus Recht und Öffentlichkeit. Ich bin auch als Kommunikationsexperte ausgebildet worden und kann diese
Erfahrung, die von vielen Klienten auch ganz bewusst in Anspruch genommen wird, gezielt einsetzen.
Ich kenne die meisten Journalisten der einschlägigen Presse und kommuniziere auch außerhalb der Gerichtsfälle mit ihnen, was sich im Krisenfall durchaus auszahlt.
AA: Ist das Spektakuläre nun ihr Schwerpunkt?
Dr. Schubert: Mein persönlicher Schwerpunkt liegt sicher in der Verbindung zwischen Recht und Technik. Unternehmen, mit denen ich zusammenarbeite, sind sehr stark Technik-affin.
Diese nützen meine langjährige Erfahrung in diesem Bereich, beispielsweise im Zusammenhang mit Schadenersatzthemen wie Brückeneinstürze, Zugentgleisungen, Brände etc. Für mich ist aber auch wichtig, aus solchen Notlagen zu lernen und diese Erfahrungen in Vertragswerke einfließen zu lassen, die unseren Klienten im Krisenfall den besten Schutz bieten.
AA: Wie bekommt Ihre Kanzlei Neugeschäft? Wie und wo macht man sich bekannt?
Dr. Boller: Den Großteil unserer Mandanten betreuen wir schon sehr lange. Unsere größten Klienten begleiten uns seit 35 Jahren oder mehr. Unsere Mandanten wachsen mit uns und sie sind es auch, die für uns die beste Werbung machen.
Vermehrt ist in den letzten Jahren zu bemerken, dass neue Klienten – oftmals aufgrund von Empfehlungen – unsere Kanzlei aufsuchen, und, was sehr wichtig ist, sofort das nötige Vertrauen zu uns gewinnen. Viele von ihnen kommen aufgrund unseres Bekanntheitsgrades, den wir natürlich auch über die neuen Medien ausbauen.
AA: Herr Magister Szyszkowitz, ist auch Internationalität ein Thema für diese Kanzlei?
Mag. Szyszkowitz: Ja, das ist ein sehr wichtiges Thema für uns. Als einzige österreichische Kanzlei sind wir Mitglied des internationalen Netzwerks „Avrio“ mit Sitz in Brüssel und Partnerkanzleien praktisch auf der ganzen Welt. Dr. Boller ist im Board von „Avrio“, durch zwei Meetings pro Jahr wird auch der internationale Austausch sichergestellt, das Netzwerk funktioniert sowohl für Fälle von Österreich ins Ausland als auch umgekehrt. Dadurch sind wir auch am Puls der internationalen Anwaltstrends etwa in puncto Marketing, Büroorganisation und Technik.
AA: Wie funktioniert so eine grenzüberschreitende Betreuung konkret?
Mag. Scheuba: Gerade letzte Woche ist ein Klient zu uns gekommen, der hier in Wien seine Zentrale für CEE hat. Unsere Aufgabe in diesem Fall ist es, das Arbeitsrecht anhand eines Questionnaires für diverse Länder zu erarbeiten. Da greifen wir natürlich zusätzlich zu unserem eigenen Know How auch auf jenes unsere Partnerkanzleien zurück. Wir integrieren deren Expertisen und stellen dem Klienten einen Überblick zur Verfügung, damit er sich nicht gesondert in den jeweiligen Ländern um rechtliche Beratung kümmern muss. Ansprechpartner bleibt aber weiterhin, so der Klient nichts anderes wünscht, der ihm bekannte Rechtsanwalt von BLS.
AA: Einer der Leitsätze Ihrer Kanzlei lautet: „Sich vorausschauend mit den Zeichen der Zeit beschäftigen.” Wie tun Sie das, Herr Dr. Schubert?
Dr. Schubert: Ich glaube, dass eine wesentliche Forderung der Mandanten darin besteht, bei ihrer Anwaltskanzlei EINEN Ansprechpartner zu haben.
Diesem Zeichen der Zeit tragen wir Rechnung. Dem Klienten ist vollkommen egal, wie die produzierte Expertise bei uns im Hause zustande kommt. Er möchte sich aber nicht laufend mit neuen Gesichtern beschäftigen, sondern mit einer Ansprechperson zu tun haben.
Unser System stellt diese Kontinuität der Betreuung durch einen Partner sicher und wie wir sehen, wird diese Art der Betreuung extrem geschätzt.
AA: Geht es mit dem flotten Wachstum der Kanzlei in den nächsten Jahren weiter?
Mag. Scheuba: Grundsätzlich ist es nicht unser Ziel, ins Unendliche zu wachsen, denn wir sehen die Großkanzlei nicht als unsere Entwicklungsperspektive.
Wir stellen die Qualität in den Vordergrund und wollen auch in Zukunft eine überschaubare Größe behalten, die uns kurze Kommunikationswege, rasche Reaktionszeiten und damit die Flexibilität bewahrt, die unsere Mandanten verlangen und gewöhnt sind. Das ist das Ziel, nach dem wir stets streben.
AA: Danke für das Gespräch!
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Mag. Philipp Scheuba betont die Internationalität der Kanzlei:
„Bei grenzüberschreitenden Fällen greifen wir zusätzlich auf das Know How
unserer internationalen Partnerkanzleien zurück und integrieren deren
Expertisen. Ansprechpartner bleibt aber weiterhin der dem
Klienten bekannte Rechtsanwalt von BLS.”
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Für Mag. Franz Szyszkowitz greift die Bezeichnung „Wirtschaftskanzlei”
zu kurz. Ihm ist wichtig, dass „auch private Rechtsfragen wie die
Verfolgung von Ersatzansprüchen aus Unfällen oder ärztlichen
Kunstfehlern” häufig übernommen werden.”
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Als eine wesentliche Stärke der Kanzlei sieht Dr. Wolfgang Schubert
die persönliche Betreuung des Klienten: „Er möchte sich nicht laufend
mit neuen Gesichtern beschäftigen, sondern mit einer Ansprechperson
zu tun haben.”
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Die Expertise der Kanzlei hat ein gutes Fundament, weiß
Dr. Thomas Boller: „Aufgrund dynamischen Wachstums
sind wir derzeit 40 Mitarbeiter. Vor 10 Jahren waren wir
etwa halb so groß.”
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BLS Rechtsanwälte
Boller Langhammer Schubert KG
Kärntner Straße 10, 1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 512 14 27
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