Die Justitia Awards 2023

AUSZEICHNUNGEN. Insgesamt 170 Nominierungen aus 27 Ländern auf 5 Kontinenten wurden für die diesjährigen Justitia Awards der Initiative „Women in Law“ eingebracht. Das Laureates‘ Election Committee ermittelte die Auszuzeichnenden in drei Kategorien. Den Mitte September in Wien ausgezeichneten Preisträgerinnen gemeinsam sind beeindruckende Leistungen in ihrem Beruf sowie ihr unermüdlicher Einsatz für Gender Laws.

 

1. Kategorie: International Leaders/Lifetime Awards

NAMIRA NEGM ist eine ägyptische Diplomatin, Professorin und Anwältin für internationales Recht. Als Rechtsberaterin der Afrikanischen Union und Direktorin der Afrikanischen Beobachtungsstelle für Migration hat sie es gleich zweimal als jeweils erste Frau in eine Spitzenposition geschafft. Sie nutzt ihre hohen Positionen um mehr Frauen zu ermutigen, eine juristische Laufbahn einzuschlagen und junge Juristinnen in ihrem Kampf um gleiche Chancen zu unterstützen.

ELISABETH LOVREK ist seit 36 Jahren Richterin und hat es als Präsidentin des Obersten Gerichtshofs an die Spitze der österreichischen Justiz geschafft. In Ausübung dieser Rolle ist es ihr wichtig, dass die Arbeit der OGH effizient und gut erfüllt wird. Es ist ihr ein besonderes Anliegen, dass sich mehr qualifizierte Frauen für hohe Positionen in der Justiz bewerben.



2. Kategorie: Academia

RASHA TAKIELDIN ist eine ägyptische Professorin für internationales Privatrecht und Beraterin des ägyptischen Parlaments. Daneben ist sie auch Mitglied der Gesetzgebungskommission des Rates für ägyptische Frauen und hat 2009 als erste Frau den Abdel Hamid Shoman Preis für junge arabische Wissenschaftler:innen erhalten.

SATANG NABANEH ist eine gambische Wissenschaftlerin und Menschenrechtsaktivistin. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Auswirkungen von Gesetzen auf Frauen und andere marginalisierte Gruppen. Mit ihrer Arbeit versucht sie, die weltweite Diskussion über Menschenrechte voranzubringen und durch Veränderungen in Politik und Praxis die Leben der Betroffenen zu verbessern.



3. Kategorie: Game Changers/Pioneers/Young Achievers

JALILA HAIDER ist eine pakistanische Menschenrechtsaktivistin und die erste Anwältin der ethnisch verfolgten Hazara Minderheit in Pakistan. Sie gewährt Frauen, Kindern und Personen, die Angehörige diskriminierter Minderheiten sind, kostenfreien Rechtsbeistand. In Ausübung ihres Berufes setzt sie sich besonders für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ein und versucht Praktiken wie Folter in Haft, Entführung und Gewalt gegen Frauen im öffentlichen Raum zu bekämpfen.

SANDRA KONSTATZKY ist die Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft und war maßgeblich an der Entwicklung des europäischen Netzwerks der Gleichbehandlungsstellen „EQUINET“ beteiligt. Als solche gestaltet sie den Fortschritt der Gleichbehandlung auf nationaler und auch internationaler Ebene mit. Im Rahmen ihrer Funktionen hat sie sich auf Entgeltgleichheit spezialisiert und widmet sich damit ganz besonders auch dem österreichischen gender pay gap.