Microsoft –

Quo vadis?

 

 

Zahlreiche Änderungen stehen bei Microsoft an: Mit 2020 wird die Unterstützung für alle Windows 7 Betriebssysteme sowie für die Office-Pakete 2007 und 2010 aufgelassen.

 

Als Betriebssystem verbleibt daher Windows 10, für Anwendungen stehen in Zukunft noch Offce 2013, 2016 und 2019 zur Verfügung. Daneben gibt es natürlich weiterhin auch Offce 365, den bekannten Webservice von Microsoft, mit dem der Nutzer automatisch immer am neuesten Stand ist. Die Nutzung zahlt sich insbesondere dann aus, wenn man im Büro keinen eigenen Exchange-Server betreibt, da diese Funktionalität für E-Mails inkludiert ist. Der Entfall des Supports für die genannten Anwendungen führt dazu, dass keine Updates, insbesondere auch keine Sicherheitsupdates, mehr bereitgestellt werden, wodurch Computersysteme deutlich angreifbarer für Attacken von außen werden. Probleme können sich jedoch auch dadurch ergeben, dass neuere Geräte, die an Computer mit veralteten Betriebssystemen eingeschlossen werden, nicht ordnungsgemäß funktionieren, zumal für diese alten Systeme keine Treiber bereitgestellt werden. Es lohnt sich daher, hier rechtzeitig auf moderne Plattformen umzusteigen. Aber nicht nur im Bereich der Betriebssysteme und Standardanwendungen ergeben sich wesentliche Änderungen. Auch die Hardware ist laufend von Weiterentwicklungen geprägt. So ist beispielsweise die Verwendung von SSD-Festplatten mittlerweile Standard. Diese sind etwa 10 x schneller, als mechanische Festplatten und funktionieren ähnlich wie Speicherkarten oder USB-Sticks. Längst nicht außergewöhnlich ist auch der Entfall optischer Laufwerke wie DVD. All dies trägt wesentlich dazu bei, dass PCs, aber auch Notebooks, laufend kleiner und leichter werden. Ein 13"-Notebook ist teilweise nicht einmal mehr 1 kg schwer, dies bei einer Akkulaufzeit von 10–12 Stunden. Das trifft aber auch auf klassische PCs zu. Ein MFF (Mini Format Factor) Client hat eine Stellfäche von gerade einmal 18 × 18 cm und ist etwa 3,5 cm hoch. Diese Kleinst-PCs benötigen nicht nur ein Minimum an Platz, sondern emittieren auch keine Lüftergeräusche und sind daher bei der täglichen Arbeit im Büro optimal. Dadurch reduziert sich auch der klassische Kabelsalat rund um den Schreibtisch, da viele Funktionen mittlerweile kabellos, etwa über WLAN oder Bluetooth, erfolgen. Selbst Drucker, die früher zu den platzintensivsten Bürogeräten gehörten, werden zunehmend kompakter, schneller und verfügen über hilfreiche Funktionen, wie AirPrint. 

Wo die PCs kleiner werden, werden hingegen Bildschirme häufg immer größer. Eine hervorragende Übersicht bietet beispielsweise ein gebogener 34"- Display, den viele mittlerweile sogar dem klassischen Dual-Screen (zwei Bildschirme an einem PC) vorziehen. Mit dem etwas größeren 49"-Display lassen sich sogar drei Bildschirme durch ein Gerät ersetzen, sodass nur ein Anschluss belegt werden muss. Im Bereich der Netzwerktechnik beginnt sich langsam die 10 GBit-Technologie durchzusetzen. Im Serverbereich gibt es bereits ausreichend Geräte dafür, nicht zuletzt auch sog. POE-Switchs, die den Anschluss von Telefonen ohne eigene Stromversorgung möglich machen. Was Betriebssysteme für Server angeht, bleiben auch nach dem 01.01. 2020 die Microsoft Betriebssysteme Windows Ser- ver 2012, 2016 und 2019 vorerst erhalten, bei den Exchange-Mailservern die Versionen 2013, 2016 und 2019. Gerade hier lohnt es sich aber, in zeitgemäße Hardware zu investieren: erst recht wenn man bedenkt, dass Server nicht ausgeschaltet werden. Während der Stromverbrauch eines Servers vor zehn Jahren ungefähr bei 1.200 Watt lag, kommen die heutigen Server in der Regel mit 400–500 Watt aus, bieten also höhere Effzienz bei geringerem Stromverbrauch. Vorzusehen ist schließlich auch eine zeitgemäße Datensicherung. Der Trend geht hier wieder zu Bandlaufwerken, da diese als einziges Medium die Unveränderbarkeit der Sicherung gewährleisten. Insbesondere in Zeiten von Verschlüsselungstrojanern kommt der Sicherheit der Daten höchste Bedeutung zu, denn Hardware lässt sich schnell ersetzen – Daten sind häufg unersetzbar. Genau aus diesem Grund überprüfen die Mitarbeiter von EDV 2000 die Protokolle der Datensicherungen ihrer Kunden regelmäßig und als Service kostenlos.