AKV - Auf Kompetenz Vertrauen

Mag. H. Musser, Geschäftsführender Direktor des AKV


…der Slogan des Gläubigerschutzverbandes, der gleichzeitig ein schönes Wortspiel mit den Initialen des etablierten Gläubigerschutzverbands ist, be- deutet für den Verband mehr als ein Versprechen

Interview: Dietmar Dworschak

 

Herr Mag. Musser, bei Ihrem Slogan weisen Sie explizit auf „Kompetenz“ und „Vertrauen“ hin. Beides scheint für Sie von besonderer Bedeu­tung zu sein.

 

Mag. Musser: Das ist vollkommen richtig. Die „Kompetenz“ der Mitarbeiter, die man nur durch permanente Schulung und langjährige Erfahrung gewinnt, sowie die richtige technische Ausstattung sind notwendig um ein starker Partner zu sein. „Vertrauen“ muss man sich verdienen und wird einem für die Zukunft nur geschenkt, wenn man bereit ist konstant Höchstleistungen zu erbringen. An beidem arbeiten wir konsequent.

 

Es ist schon einige Zeit her, dass wir uns zu ei­nem persönlichen Gespräch gesehen haben. Was hat sich in der Zwischenzeit im AKV getan?

 

Mag. Musser: Die letzten Jahre haben zunehmend die Anforderungen an die Gläubigerschutzverbände sehr stark verändert. Der gesell- schaftliche Wandel – forciert durch die immer rasantere Digitalisierung – im Laufe des letzten Jahrzehnts sowie gesetzliche Anpassungen, haben zu massiven Umbrüchen geführt. Die Gläubigerschutzverbände waren gezwungen, dem rasch Rechnung zu tragen, haben die Herausforderung angenommen und hohe Investitionen getätigt um ihren Mitgliedern den notwendigen Service bieten zu können. Würden wir uns heute noch der Technologien von vor zehn Jahren bedienen, wären die diversen Anforderungen an uns weder zeitlich noch fnanziell zu bewältigen.

 

Was heißt dies konkret?

 

Mag. Musser: Dies bedeutet, dass die modernen Gläubigerschutzverbände – und jeder nimmt für sich in Anspruch der modernste zu sein – sich heutzutage nur in Kleinigkeiten unterscheiden. Aber gerade diese machen den großen Unterschied…

In anderen Worten: die Schwerpunkte der Investitionen wurden – je nach Prioritätensetzung der Geschäftsfelder für den Einzelnen – teils sehr unterschiedlich gewählt.

Der AKV hat die Notwendigkeit sehr früh erkannt und verfügt heute im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern über eigens im Haus entwickelte Programme, die die Informationen aus diversen Schnitt stellen wie Ediktsdatei, WebERV, Firmenbuch etc. spartenübergreifend verarbeiten können und somit präzise, aber auch kostengünstig arbeiten. Der AKV hat – um ein Beispiel zu nennen – nach dem IRÄG 2017 im Bereich der Privatinsolvenzen eingeführt nur mehr mit elektronischem Akt die Verhandlungen zu besuchen und arbeitet bei der Verhandlung kostengünstig und effizient mit Notebook. Die technischen Anforderungen von Großunternehmen an ihre Dienstleister haben sich grundlegend geändert. Nachdem der AKV viele Jahrzehnte vor allem Klein- und Mittelbetriebe betreut hat, sind in den letzten Jahren auch Banken und Großbetriebe auf uns aufmerksam geworden und vertrauen vermehrt auf unsere Serviceleistungen und auf unsere Kreativität auf deren Bedürfnisse einzugehen.

 

Ist der Eindruck richtig, dass Sie in den letzten Jahren auch Ihre Partnerschaft mit der Anwalt­ schaft intensiviert haben?

 

Mag. Musser: Absolut. Die Zusammenarbeit bei Gericht mit und für die Anwaltschaft war immer hervorragend. Woran wir in den letzten Jahren verstärkt gearbeitet haben, ist, dass uns Anwälte heute mehr als Partner wahrnehmen.

 

Wie darf man das verstehen?

 

Mag. Musser: Da die erfahrenen Referenten  des AKV bei nahezu allen Insolvenzverfahren sowohl im Firmen- als auch Privatbereich österreichweit präsent sind, bieten wir Anwälten die Möglichkeit im Rahmen einer einmaligen oder einer ständigen Substitutionsvollmacht ihre Stimmrechte für deren Mandanten wahrzunehmen, wobei wir gegenüber deren Mandanten überhaupt nicht in Erscheinung treten. Wir agieren im Verfahren völlig konform zu den Weisungen der Anwälte.

Folgend unserem Slogan „PARTNERSCHAFT – groß geschrieben“ erhalten Anwälte regelmäßig Berichte über den Fortgang der Verfahren zugesandt.

Wir haben zudem unsere Anwalt Services zusätzlich stark weiterentwickelt. Diese können sich über ihren exklusiven ONLINE-Zugang auf der AKV Website mittlerweile jederzeit über die verfahrensrelevanten Stände aller Verfahren, in denen wir Stimmrechte für sie ausüben, gut übersichtlich informieren. Anwälte vermeiden dadurch Zeitverlust sowie unnötige Kosten, da diese im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit selbstverständlich kostenlos sind.

Anwälte, die uns mit ihren ständigen Substitutionsvollmachten ihr Vertrauen schenken, erhalten zusätzliche Extras, von denen sie proftieren und die sie unentgeltlich nutzen können.

 

Unterstützen Sie mit Ihren Dienstleistungen Anwälte nur bei Insolvenzabwicklungen?

 

Mag. Musser: Nein, Anwaltskanzleien haben über ihren ONLINE-Zugang natürlich auch die Möglichkeit zu sehr günstigen Konditionen Bonitätsabfragen zu machen. Ein weiterer Service für Anwälte ist der „ComplianceCHECK“: Seit 2017 besteht eine erhöhte Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit vermuteter Geldwäsche oder Terrorismusfnanzierung. Kontrollen sind gesetzlich vorgeschrieben und die Überprüfung der Sanktionslisten für Personen oder Firmen gehört mittlerweile verpfichtend bei Anwaltskanzleien zur täglichen Arbeitsroutine. Mit dem „ComplianceCHECK“ des AKV kann rasch und kosteneffzient überprüft werden, ob potenzielle oder bestehende Klienten auf offziellen Sanktionslisten, Listen politisch exponierter Personen (PEP-Listen) sowie Risikolisten (Watchlisten und Sperrlisten) – in sogenannten Sanktionslisten (SAN) – erscheinen. 

 

Sehen Sie den AKV für die Zukunft gerüstet?    

 

Mag. Musser: Wir sehen den AKV gut aufgestellt und auch in der Lage rasch auf notwendige Entwicklungen zu reagieren.

 

Eine letzte, aber sehr aktuelle Frage: Wird der Coronavirus einen Einfuss auf die nahe wirtschaftliche Entwicklung haben?  

 

Mag. Musser: Wir glauben, dass trotz aller – auch in fnanzieller Hinsicht – Unterstützung durch die öffentliche Hand, die bisher notwendigen Einschränkungen im täglichen Leben noch lange andauern werden. In vielen Branchen wird es wahrscheinlich unvermeidbar sein, dass bereits in naher Zukunft die Zahl der Insolvenzen massiv steigen werden.

 

Wir danken für das Gespräch!