Einkommensteuern sparen mit Fonds

Mag. Andreas Wimmer

Geschäftsfüherer der C-QUADRAT Wealth Management GmbH

Die gute Nachricht für alle Selbständigen: Für Wirtschaftsjahre, die ab dem 1.1.2017 beginnen, kann man wieder in eine breitere Palette von Wertpapieren investieren, um Gewinnsteuern zu sparen. Dazu zählen die §14-EStG-Fonds.

 

Es passieren noch Wunder: Die Finanz wird großzügiger! Seit heuer sind es nicht mehr nur Wohnbauanleihen, sondern wieder eine breitere Auswahl an Wertpapieren, die Selbständigen einen Steuervorteil bringen. Durch Investitionen in sogenannte §14-Wertpapiere, darunter fallen bestimmte Anleihe-, Misch- und Garantiefonds, bleiben bis zu 13 Prozent (max. € 45.350) des Jahresgewinns steuerfrei!

 

Beschränkung aufgehoben

Zur Vorgeschichte: Bis 2014 war der Gewinnfreibetrag im §10 Einkommensteuergesetz so geregelt, dass alle Wertpapiere, die dem §14 Abs. 7 Z. 4 EStG entsprachen, für den Freibetrag genutzt werden konnten, also auch bestimmte Fonds. Mit der Steuerreform 2014 (§124b Abs. 252 EStG) wurden plötzlich nur noch Veranlagungen in Wohnbauanleihen begünstigt. Die Beschränkung der Veranlagungsmöglichkeiten wurde von vornherein auf drei Jahre begrenzt und bei der letzten Gesetzesänderung auch nicht verlängert. Daher gilt jetzt wieder die §10-EStG-Regelung vor 2014. Selbständige können somit für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen, wieder §14-EStG-Fonds nutzen, um Gewinnsteuern zu sparen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren). Daran ändert auch nichts, dass in der aktuellen §10-EStG-Regelung (in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 13/2014) nur Wohnbauanleihen­ erwähnt sind.

 

Bis zu 13 % des Gewinns steuerbefreit!

Der jährliche Betriebsgewinn, der zu versteuern ist, errechnet sich aus der Summe aller Einnahmen beziehungsweise Umsätze abzüglich aller Betriebsausgaben. Gewinne bis zu € 30.000 sind immer steuerbegünstigt. Hier berücksichtigt die Finanz im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung automatisch einen Grundfreibetrag in Höhe von 13 Prozent des Gewinns. Wer beispielsweise € 27.000 nach Abzug seiner Kosten verdient, muss davon 13 Prozent, das sind € 3.510, nicht versteuern. Versteuert werden »nur« die übrigen € 23.490. Automatisch steuerbefreit sind maximal € 3.900 Gewinn (13 Prozent von €€30.000), ohne dass man überhaupt irgendwelche Investitionen tätigen muss. Wer besser verdient, kann zusätzlich zum Grundfreibetrag einen investiti-onsbedingten Gewinnfreibetrag von bis zu 13 Pro-ent geltend machen. Dafür muss man im gleichen Kalenderjahr »begünstigte­ Wirtschaftsgüter« anschaffen. Das heißt entweder Geld in neue, abnutzbare Anlagegüter mit einer Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren investieren (z.B. Maschinen, Geräte, EDV-Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fiskal-LKWs) oder §14-EStG-Fonds kaufen. Wer beispielsweise € 50.000 verdient, kann 13 Prozent der € 20.000, die den Grundfreibetrag überschreiten, in be-günstigte Fonds investieren.

 

Gleich zwei geeignete C-QUADRAT Fonds Um den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag zu nutzen, können Selbständige in alle Wert­papiere gemäß §14 Abs. 7 Z. 4 EstG investieren. Zum Beispiel in den CQUADRAT ARTS Total Return Vorsorge § 14 EStG (ISIN: AT0000789821). Seit Umstellung auf das ARTS-System am 2. Mai 2003 hat der Fonds eine durchschnittliche Performance von 4,94 Prozent erzielt. In den vergangen fünf Jahren erzielte der Fonds 26,25 Prozent bzw. 4,77 Prozent p.a. (Stichtag: 9.11.2017). Der trendfolgende Fonds wird mit einem technischen Handelssystem gemanagt, das eigens von ARTS Asset Management entwickelt worden ist. Ebenfalls als Investment geeignet ist der C-QUADRAT Absolute Return ESG Fund (ISIN: AT0000729298). Der nachhaltig gemanagte Fonds investiert ausschließlich in Wertpapiere von Emittenten, die bestimmte Mindeststandards in den Bereichen Umweltschutz, Soziales und gute Unternehmensführung erfüllen.