Marketing für Rechtsanwälte – Der Weg zu mehr (guten) Mandanten

Kanzleimarketing ist eine klassische Unternehmeraufgabe des Rechtsan- walts. Es war nie einfacher als heute, seine Wunschmandanten zu bekom- men. Die wenigsten Kanzleien kümmern sich allerdings professionell darum.

 

Wunschmandant

Selten ist in den Kanzleien genau definiert, wer eigentlich der ideale Mandant ist. Umso schwieri- ger und teurer ist das Marketing, da Geld meist im falschen Kanal verbrannt wird. Umso klarer die Zielgruppe definiert ist, umso klarer wird auch, wie ich diese erreichen kann. Es sind Welten Unter- schiede, ob ich einen Gründer eines Start-ups, eine Familienstiftung oder einen Künstler als Mandan- ten haben will. Alle Entscheidungsträger werden anders ticken, andere Medien konsumieren und auch nach anderen Kriterien ihren Anwalt aussu- chen. Der Großteil der Kanzleien wirbt primär mit dem „Wie“ (also wie gearbeitet wird), hat aber nicht definiert „Wem“ ihre Dienstleistung dienen soll. Idealerweise beschreiben Sie ganz konkret einen Wunschmandanten zu Beginn dieses Prozesses: Ist es ein Mann oder eine Frau, wie alt ist er/sie, wel- ches Einkommen hat er/sie, wo und wie wohnt er/ sie, wie ist ihr/sein limbisches Profil, welche Me- dien liest er/sie, welchen Bildungsgrad hat sie/er, etc. Umso genauer, umso klarer wird Ihnen wer- den, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält und welche Werbung sie am ehesten erreicht bzw. auch was sie anspricht. Für manche sind beispielswiese die Worte „exklusiv“ oder „preiswert“ anziehend oder abschreckend. Die einen werden sich auf LinkedIn, Facebook, oder Instagram informieren, andere le- sen nach wie vor gerne Print.

 

Zielgruppeninhaber

Sobald definiert ist, wer Ihre Zielgruppe ist, ist die entscheidende Frage, wo tummelt sich diese und wer ist sogenannter „Zielgruppeninhaber“: also wer „verfügt“ bereits über Ihre Zielgruppe. Ist Ihre Zielgruppe beispielsweise die der Franchiseneh- mer, werden Sie diese auf Franchisemessen, Fach- gruppentreffen der Wirtschaftskammer, als Leser von bestimmten Zeitschriften oder als Besucher von bestimmten Webseiten finden. Sie werden ganz andere rechtliche Fragen googeln und Begrif- fe suchen als beispielswiese ein Transportunter- nehmer. Unternehmer lesen andere Zeitschriften als Angestellte, Manager andere als Schichtarbei- ter, alleinerziehende Mütter treffen Sie woanders als verheiratete, kinderlose Managerinnen. Ziel- gruppeninhaber zu finden ist entscheidend, um möglichst effizient agieren zu können. Erste Vor- aussetzung ist jedoch immer – um nicht sinnlos Geld zu verbrennen - die Zielgruppendefinition. Umso klarer sie sind, umso gezielter kann gewor- ben werden.

 

Exkurs: Website

Der ideale Aufbau einer Website ist ein Universum für sich. Umgekehrt sind die meisten Webseiten von Anwaltskanzleien dermaßen schlecht, dass Sie sich hier am einfachsten ohne großes Budget von Ihren Mitbewerbern abheben können. Sofern Ihre Zielgruppe tatsächlich auch nach rechtlichen Problemen (oder Anwälten) googelt, sollte Ihre Website auf Ihre Zielgruppe angepasst sein. Eine Allgemeinkanzlei wird die Website anders aufbau- en, als eine reine Spezialkanzlei. Wenn Sie sowohl eine Allgemeinpraxis haben als auch eine Spezia- lisierung, empfehlen wir getrennte Webseiten für die verschiedenen Zielgruppen. Unsere Kanzlei hat etwa 20 verschiedene Webseiten, wobei einige davon nur sogenannte Landingpages (= eine Mi- ni-Website, die nur für einen einzigen Suchbegriff optimiert ist) sind. Für eine Allgemeinkanzlei ist der beste Suchbegriff „Rechtsanwalt“ verbunden mit dem Ort Ihrer Kanzlei. Wenn Sie beispielswei- se „Rechtsanwalt Dornbirn“ googeln, wird mit ziemlicher Sicherheit unsere Kanzlei an erster oder zweiter Stelle nach den bezahlten Anzeigen aufscheinen. Wenn Sie den Suchbegriff „Schei- dung Dornbirn“ oder „Scheidung Vorarlberg“ ein- geben, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit eine unserer Familienrechtswebseiten unter den ersten Suchergebnissen angezeigt sehen. Dieses „Ranking“ kann mit wenigen Einstellungen auf Ihrer Website enorm verbessert werden und ist dauerhaft ohne Kosten. Viele Nutzer bevorzugen auch organische Trefferergebnisse gegenüber be- zahlten Anzeigen.

 

Wichtiger ist allerdings, nicht nur die Nutzer auf die eigene Website zu bringen, sondern auch wirk- lich einen Mehrwert durch nützlichen und wert- vollen Inhalt zu bieten. Aus diesem Grund sind auch selbst verfasste Artikel zu rechtlichen The- men ein wichtiges Tool, damit Besucher auch wirklich etwas von Ihrer Website haben. Auch der Algorithmus für das Google-Ranking berücksich- tigt solche Beiträge positiv und wird Ihre Website dann weiter vorne reihen, was wiederum zu mehr Websitebesuchern führt, und dies wiederum zu mehr Mandanten.

 

Da das Thema Marketing, insbesondere Online-Marketing eines der Themen ist, die beim „Boot-Camp für Rechtsanwälte“ unter anderem auf das größte Interesse bis dato gestoßen ist, haben wir uns entschieden, hierfür auch ein zweitägiges Vertiefungs-Training „Marketing für Rechtsanwälte“ anzubieten, in dem wir genau diese Themen im Detail zeigen und dieses Mar- keting-Know-how mit interessierten Kollegen teilen.

Wer sich näher für das Thema Kanzlei-Marketing interessiert, das nächste Boot-Camp findet noch heuer am 16./17.10.2020 in Wien, das zweitägige Special-Training „Marketing“ nächstes Jahr am 23./24.4.2021, ebenfalls in Wien, statt.

 

Detaillierte Infos auf unserer Webseite: www.pichler-management.com