Rihm Rechtsanwälte fördert Talente!

ZÜRICH. In 30 Jahren anwaltlicher Tätigkeit hat Dr. Thomas Rihm im Finanzzentrum der Schweiz erfolgreich eine Kanzlei mit Beratungsschwerpunkten rund um sämtliche Belange unternehmerischer Tätigkeit etabliert. Klienten aus aller Welt schätzen seine Arbeit – von der Gesellschaftsgründung bis zum Investitionsschutz. Jüngere Wirtschaftsjuristen wiederum schätzen die umfassende, praxisbezogene Ausbildung in der Kanzlei.

Interview: Dietmar Dworschak

Herr Dr. Thomas Rihm, welche Qualifikationen müssen angehende Juristinnen/ Juristen mitbringen, um in Ihrer Kanzlei zu arbeiten und inwiefern werden sie gefördert?

 

Dr. Thomas Rihm: Für ein Anwaltspraktikum ist uns neben einer universitären Rechtsausbildung und einem guten Abschluss wichtig, dass unsere (angehenden) Juristen u.a. Motivation, Eigeninitiative und Sozialkompetenz mitbringen. Im Gegenzug unterstützen wir sie dabei, das an der Universität erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen und anwaltliches Feingefühl zu entwickeln. Da wir eine international ausgerichtete Wirtschaftskanzlei sind, ist außerdem das Be-herrschen der englischen Sprache unabdingbar, weshalb wir unseren Nachwuchs sowohl bei der Planung und Umsetzung eines Nachdiplomstudiums (LL.M.), als auch bei längeren Berufsaufenthalten in angelsächsichen Kanzleien, z.B. in New York und London, unterstützen.

 

Frau Valeria Gumuchdjian, Master of Law: Wie erleben Sie Ihr Anwaltspraktikum bei Rihm Rechtsanwälte?

 

Frau Valeria Gumuchdjian: Wir schätzen un-ser positives und engagiertes Arbeitsklima sehr. Im Vergleich zu anderen und insbesondere größeren Kanzleien, darf ich in vielen Bereichen selbständig gegen außen auftreten und mich mit juristischen Fragestellungen auseinander-setzen, anstatt im Hintergrund weniger umfangreiche Sachabklärungen zu erledigen – selbstverständlich geschieht dies dennoch unter Absprache mit den Partnern. Außerdem werden wir regelmäßig von den Partnern zu Fachkonferenzen oder zu bestehenden Mandanten in europäische Metropolen mitgenommen, was für uns ein großes Privileg ist.

 

Frau Natalija Matic, Bachelor of Law: Was sind Ihre Ziele bzw. wie schaut Ihr Alltag in der Kanzlei aus?

 

Frau Natalija Matic: Die meisten von uns wollen bis zu einem Jahr oder länger in der Kanzlei arbeiten. Derzeit steht die Umsetzung des bisher erlernten Stoffes in praktische Resultate wie Entwürfe von Rechtsschriften, Plädoyers oder von Briefentwürfen an Klienten im Vordergrund. Aber auch die Erarbeitung von Taktiken und Strategien und die regelmäßige Teilnahme an Besprechungen mit Klienten. Das sog. „client handling“ ist anspruchsvoll und kann hier in der Kanzlei von der Picke an erlernt werden.

 

Herr Hasret Mutlu, Bachelor of Law: Welches sind Ihre Laufbahnziele? Wollen Sie in ein paar Jahren Partner werden oder können Sie sich auch eine andere Form der Zusammenarbeit mit der Kanzlei vorstellen?

 

Herr Hasret Mutlu: Wie meine Kollegen möchte ich noch einige Zeit in der Kanzlei bleiben. Die Partner legen aber auch großen Wert darauf, dass wir im angelsächsischen Raum berufliche Erfahrungen sammeln, wenn möglich in Verbindung mit einem einschlägigen Studium, z. B.: ein LL.M. oder einen MBA. Auch eine Promotion wird von den Partnern gerne gesehen. Ein „Weiterzug“ in einen neuen Wirtschaftszweig könnte eine Option sein – genauso wie ein „Wiederankommen“ mit mehr Erfahrung in die Kanzlei von Dr. Rihm.

 

Frau Sonja Frey, Partnerin: Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht die Talentförderung – bzw. inwiefern tragen Sie aktiv dazu bei?

 

Frau Sonja Frey: Nach zehn Jahren rechtsanwaltlicher Tätigkeit unter anderem bei einem führenden globalen Family Office habe ich vor kurzem den Sprung zu selbständigen Anwältin gemacht. Damit ist ein bestimmter Perspektivenwechsel verbunden. Ich schätze es, als junge Partnerin bei Rihm Rechtsanwälte die Möglichkeit zu erhalten, zu wachsen und möchte auch die nächste Generation in ihren Talenten unterstützen. Ich bin überzeugt, dass die Einbringung von unterschiedlichen Fähigkeiten und Ansichten sowohl die Produktivität als auch die Qualität in einem Unternehmen steigert.

 

Wo liegt Ihr Fokus in der Rechtsberatung?

 

Dr. Thomas Rihm: Ich verfolge seit 30 Jahren einen „gemischten approach“ mit Schwerpunkt Wirtschaftsrecht. Unter anderem geht es dabei um M&A, internationale Insolvenzen und auch um internationale Rechtshilfe, nicht nur im Zusammenhang mit Steuerstreitigkeiten.

 

Warum ist die Schweiz für Unternehmen aus aller Welt derart attraktiv?

 

Dr. Thomas Rihm: Die Schweiz ist nach wie vor ein hervorragender Investitionsstandort, aus vielerlei Gründen. Die Steuern für Unternehmen sind tief und wir haben flexible Aufsichtsbehörden, beispielsweise was Kryptowährungsprojekte betrifft. Daneben gibt es eine Reihe „weicher“ Investitionsfaktoren wie internationale Schulen, exzellente Flugverbindungen in die ganze Welt sowie attraktive Naherholungsmöglichkeiten.

 

Gibt es derzeit einen Schwerpunkt in Ihrer Arbeit?

 

Dr. Thomas Rihm: Wir betreuen gerade ein großes Krypto-Währungsprojekt – von der Gestaltung der Gesellschaften über diverse Eintragungen bis zu grenzüberschreitenden Vertragsarbeiten. Die Partner dieses Auftrages sitzen in den USA und in Großbritannien. Sie schätzen die gesetzlichen Möglichkeiten, die hier in der Schweiz gegeben sind.

 

Welche Tätigkeitsbereiche charakterisieren darüber hinaus Ihr Kanzleiprofil?

 

Dr. Thomas Rihm: Wir führen gerne komplexe Transaktionen und Restrukturierungen aus. Gemeinsam mit meinem international zusammengesetzten Team und Partneranwälten rund um den Erdball betreuen wir nicht selten globale Causen. Daneben sind wir eine bewährte Adresse für Gerichts- und Schiedsprozesse, meist auch mit internationalem Zuschnitt.

 

Ihre Kanzlei hat u.a. im Bereich transnationale Unternehmensübernahmen, bei globalen Insolvenzen oder int. Strafrechtshilfen einen sehr guten Ruf. Werden von Ihnen solche Spezialisierungen zugunsten der Kanzlei verlangt?

 

Dr. Thomas Rihm: Die Kanzlei verfolgt bei der wirtschaftlichen Beratung einen komprehensiven Ansatz. Wir tun im Bereich des Wirtschaftsrechts nicht alles – aber einiges, auch die Prozess- und sonstige Verfahrensführung. Das ist ein Stück weit mein Credo. Wer eine kompromisslose Spezialisierung sucht, muss dafür schon mit einem besonderen Geschäftsplan aufwarten. Insoweit würden sich die hiesigen Partner wohl flexibel zeigen. Umgekehrt sind die viel besungenen Spezialisierungen, z. B. im Bereich der Blockchain-Technologien, ja eher ein Querschnittsthema, denn wirklich eine Spezialisierung. Was unsere Kanzlei ausdrücklich verlangt, ist die Beherrschung der englischen Sprache in Wort und Schrift. Wir sind global ausgerichtet und das Verfassen von Verträgen und rechtlicher Auskünfte in diversen Fremdsprachen ist äußerst anspruchsvoll.

 

Wenn man das Portfolio Ihrer Kanzlei ansieht, dürfte das Thema Freizeit keine besondere Rolle spielen?

 

Dr. Thomas Rihm: Wir haben flexible Arbeitszeiten und auch Homeoffice ist ein bewährtes Modell. Für dringende Angelegenheiten nimmt sich jede und jeder im Team ganz selbstverständlich Zeit. Neben der Fokussierung auf konzentrierte Arbeit gönnen wir uns aber immer wieder gemeinsame Auszeiten.

 

Herr Dr. Rihm, Frau Frey, Frau Gumuchdjian, Frau Matic und Herr Mutlu, danke für das Gespräch.